Im Zuge des sog. „Animal Turn“ hinterfragen viele Menschen kritisch ihren Umgang mit Tieren: Dürfen sie gegessen, als Haus- und Nutztiere gehalten, gezüchtet und für Experimente benutzt werden? Was unterscheidet eigentlich uns Menschen von anderen Tieren? Können Tiere fühlen, denken, intentional handeln?
Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Wintersemester in vier Blöcken widmen. Zunächst geht es darum, wahrzunehmen, wie Tiere uns im Alltag begegnen, wie sie dargestellt werden und welche Fähigkeiten sie – laut aktuellem Forschungsstand – besitzen. Im zweiten und dritten Teil wird es darum gehen, philosophische bzw. theologische Ansätze der Tierethik zu diskutieren und aktuelle Debatten nachzuverfolgen. Im vierten und letzten Block wird es die Gelegenheit geben, verschiedene Einzelfragen der philosophischen Ethik zu diskutieren. Welche genau das – neben der Frage der vegetarischen/veganen Ernährung – sein werden, wird zu Beginn des Seminars gemeinsam festgelegt.

Im Oberseminar werden die laufenden Qualifikationsarbeiten und aktuelle Fragestellungen der Moraltheologie diskutiert. Die Termine werden mit den Studierenden, die derzeit eine moraltheologische Magister-, Lizentiats- oder Doktoratsarbeit verfassen, vereinbart.

Das Proseminar ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Die Kursinhalte finden Sie unter der Rubrik "Philosophie"

Die Kursinhalte finden Sie unter der Rubik "Philosophie"

Christ*innen sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Auch in der katholischen Kirche ist seit längerer Zeit – und gegenwärtig verstärkt im Kontext der Debatte um die Fälle von sexualisierter Gewalt – die Frage einer Weiterentwicklung der Sexualmoral in Diskussion. Mit Themen wie Gender, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Angaben folgen in Kürze

Kursmaterial wird unter der Rubrik CHRISTL. GESELLSCHAFTSETHIK eingestellt

Die Allgemeine Moraltheologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der theologischen Ethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden Kernfragen behandelt: Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu bestimmen? Worin liegt die besondere ethische Kompetenz der Kirche? Was sind die Quellen moraltheologischer Erkenntnis? Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen sowie Schuld und Sünde bearbeitet.