Das Proseminar ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Moraltheologie und der Christlichen Gesellschaftsethik. Es dient der Einführung in beide Fächer. Am Beispiel der Umweltethik werden die unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fächer herausgearbeitet, aber auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik) vorgestellt. Das Proseminar endet mit Reflexionen zum Spezifikum christlicher Ethik.

Vor- und Nachbereitung der Sitzungen des Proseminars

Die Kursinhalte finden Sie unter der Rubrik "Philosophie"

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Christ*innen sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Auch in der katholischen Kirche ist seit längerer Zeit – und gegenwärtig verstärkt im Kontext der Debatte um die Fälle von sexualisierter Gewalt – die Frage einer Weiterentwicklung der Sexualmoral in Diskussion. Mit Themen wie Gender, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Angaben folgen in Kürze

Kursmaterial wird unter der Rubrik CHRISTL. GESELLSCHAFTSETHIK eingestellt

Die Allgemeine Moraltheologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der theologischen Ethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden Kernfragen behandelt: Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu bestimmen? Worin liegt die besondere ethische Kompetenz der Kirche? Was sind die Quellen moraltheologischer Erkenntnis? Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen sowie Schuld und Sünde bearbeitet.

Bereits die antiken Philosophen sahen den Menschen als politisches Wesen. In der modernen Gesellschaft gilt Politik als ein notwendiges und zentrales soziales Teilsystem, somit als ein bedeutsamer Handlungsbereich des Menschen und der Gemeinschaft. In diesem Feld stellen sich gewichtige ethische Themen, die auf Reflexion drängen: der Zusammenhang von Ethik und Politik, der Aufgabe ethischer Begründungen bei der Suche nach dem Rechten und Guten angesichts der Pluralismen moderner Gesellschaften, der Umgang mit Macht und Verantwortung, die systematische Gewichtung der demokratischen Teilhabe, die Frage der politischen Bedeutung von Religion. Einen Schwerpunkt bilden Grundthemen der Friedens- und Umweltethik, die für die Konzeption der gegenwärtigen politischen Ethik fundamental sind.