In dieser Vorlesung beschäftigen wir uns mit zwei grundlegenden Größen, mit „Geschichte“ und „Literatur“:
Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel mit seinem Gott, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.
Die Lehrveranstaltung will die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde reflektieren, diskutieren und hinterfragen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.
Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu und behandeln dabei einen Teil der Bücher des Alten Testaments (Pentateuch, Geschichtsbücher, Propheten) im Hinblick auf ihre Struktur, ihren Inhalt, ihre literarische Eigenart und ihre Entstehung.

Der Vorlesungszyklus zur „Umwelt der Heiligen Schrift“ umfasst zwei Lehrveranstaltungen, die den Einfluss der jeweiligen geistigen und religiösen Strömungen auf die biblische Literatur aufzeigen und reflektieren wollen. Wir folgen der Leitfrage: Wie stark waren die biblischen Autoren von den verschiedenen Kulturen und Religionen in ihrer Nachbarschaft (ihrer „Umwelt“) beeinflusst und welche Auswirkungen haben diese Einflüsse auf die Entstehung des biblischen Juden- und Christentums? Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den „benachbarten“ Religionen soll das Spezifische des biblischen Juden- und Christentums herausgearbeitet und schließlich auch reflektiert werden, in welchem Beziehungsverhältnis das biblische Judentum zum Christentum selbst steht.
Die erste in diesem Wintersemester 2017/18 stattfindende Lehrveranstaltung „Umwelt der Heiligen Schrift I“ gliedert sich in zwei Hauptteile: Der erste Hauptteil führt in die Geschichte und in die Literatur des Vorderen Orients ein. Wir befassen uns mit den ersten Stadtstaaten dieser Welt, die die Sumerer in Mesopotamien schufen, schlagen von dort den Bogen zu weiteren Nachbarvölkern wie den Akkadern, Babyloniern und Assyrern bis hin zu den Ägyptern. Der zweite Hauptteil der Lehrveranstaltung untersucht den Einfluss altorientalischer Vorstellungen auf die Schriften des Alten Testaments. Inwiefern greifen die biblischen Autoren Motive etwa aus dem Gilgamesch Epos, Enuma Elisch oder aus der Lehre des Amenemope auf und transformieren diese?

Die Vorlesung gibt zunächst einen Einblick in die neutestamentliche Zeitgeschichte und religiöse Umwelt des Neuen Testaments. Dabei werden die Entwicklungen von der Zeit Alexanders des Großen bis zum Bar-Kochba-Aufstand in den Blick genommen. Vor diesem Hintergrund werden in einem zweiten Schritt die vier neutestamentlichen Evangelien vorgestellt. Dabei stehen Aufbau, Gliederung und erzählerische Konzeption der Evangelien ebenso im Zentrum wie ihre Entstehungsbedingungen, die zu Grunde liegenden Quellen und wichtige theologische Grundlinien.

In dieser Vorlesung beschäftigen wir uns mit zwei grundlegenden Größen, mit „Geschichte“ und „Literatur“:
Die alttestamentlichen Bücher erzählen die Geschichte des Volkes Israel mit seinem Gott, angefangen von seiner Entstehung, über seine „Staatswerdung“, bis hin zu seiner Exilierung und schließlich seiner Neuetablierung in nachexilischer Zeit.
 Die Lehrveranstaltung will die biblischen Darstellungen vor dem Hintergrund archäologischer Funde reflektieren, diskutieren und hinterfragen. Dabei geht es einerseits um eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit biblischen Texten, andererseits darum, für die Eigenart biblischer Literatur zu sensibilisieren.
 Nach einem Überblick zur Heiligen Schrift, der sich mit Aufbau und Hermeneutik des jüdischen wie christlichen Bibelkanons befasst, wenden wir uns in chronologischer Abfolge den einzelnen Epochen der Geschichte Israels zu und behandeln dabei einen Teil der Bücher des Alten Testaments (Pentateuch, Geschichtsbücher, Propheten) im Hinblick auf ihre Struktur, ihren Inhalt, ihre literarische Eigenart und ihre Entstehung.

Sind die Kindheitsgeschichten wahrheitsgetreue Aussagen? Ist die Offenbarung eine Zukunftsbeschreibung? Was ändert sich bei der Lektüre der Paulusbriefe, wenn sie vielleicht von einem anderen Autor stammen? Fragen dieser Art beschäftigen nicht nur die Biblische Theologie, sondern haben jenseits der Auslegung biblischer Texte Auswirkungen auf das Schriftverständnis jedes und jeder Einzelnen.
In der Vorlesung werden nach einer zeitgeschichtlichen Einführung (von Alexander d. Gr. bis Bar Kochba) die einzelnen Schriften des Neuen Testaments auf ihre Form, ihren Charakter und möglichen Entstehungskontexte, sowie ihre Inhalte und theologischen Grundlinien bis hin zur Kanonbildung untersucht. Dabei steht das grundlegende Verständnis neutestamentlicher Texte und ihrer Hermeneutik im Vordergrund. Beides wird exemplarisch anhand einzelner Schriften erarbeitet und diskutiert, wobei auch transparent wird, zu welchen Fragenstellungen aus dem Bereich der Einleitungswissenschaft Theologinnen und Theologen auskunftsfähig sein müssen und eingeübt, wie solche Antworten aussehen können.
Auf dem Hintergrund des altorientalischen Umfelds sollen die Entstehung und die Entwicklung Israels und Judas dargestellt werden. Die Ausführungen zur politischen und kulturgeschichtlichen Umwelt beider Größen helfen bei der zeitgeschichtlichen Einordnung alttestamentlicher Texte und tragen somit zu deren Verstehen bei. Als Vorbereitung auf die Exegese des Alten Testaments richtet sich die Veranstaltung vor allem an Studierende im ersten Studienabschnitt.