Studienprogramm: Islam und muslimisch-christliche Begegnung. Vorlesung 1: Einführung und Grundlagen.

Vorlesungsgestaltung: Dr. habil. Armin Eschragi, JProf. Dr. Tobias Specker SJ
Verantwortlich: JProf. Dr. Tobias Specker SJ

Nach einem allgemeinen Überblick über die Religion des Islam und die Klärung grundlegender Begriffe wird die Entstehungsgeschichte des Islam im Mittelpunkt stehen. Hierzu werden insbesondere die wichtigsten Quellen für deren Erforschung und die damit verbundenen Problemstellungen von Authentizität, Chronologie und Gewichtung diskutiert. Dabei handelt es sich zum einen um die Berichte über das Leben des Propheten Mohammed: Die wichtigsten Werke der „Prophetenbiographie“ (sīra) werden vorgestellt, und deren literarischer Charakter, aber auch Probleme der Überlieferungsgeschichte thematisiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung der Prophetenbiographie für Lehre und Praxis des Islam bzw. der Muslime. Die zweite Hauptquelle ist der Koran. Hier wird, nach einer Vorstellung der Debatten zu seiner Entstehungsgeschichte, ein grundlegender Überblick über Inhalte, literarische und rhetorische Aspekte erfolgen, aber auch die Herangehensweise der muslimischen Theologie thematisiert.

Die Vorlesung bildet den vierten Teil des viersemestrigen Zyklus, der als ganzer – zusammen mit den anderen Voraussetzungen, vor allem dem Tutorium – auch zum Erwerb des Zertifikats „Islam und Christlich-muslimische Begegnung“ berechtigt. Studierende können jedes Semester in das viersemestrige Programm einsteigen. Die Vorlesung kann jedoch auch als einzelne belegt werden. Gasthörer sind willkommen. Die Vorlesung wird zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des islamisch-theologischen Denkens geben. Dabei wird der Entwicklungsprozess dargestellt, der von einer – auch heute noch bestehenden - komplexen Vielfalt von Denkströmungen und –schulen im Verlauf einiger Jahrhunderte hin zur Herausbildung einer bzw. mehrerer konkurrierender “Orthodoxien” geführt hat. Ferner werden die zentralen Textgattungen vorgestellt, die die theologische Auseinandersetzung geprägt haben. Anschließend werden Themen erörtert, die zentrale Momente des systematisch-theologischen Diskurses erschließen. In den Blick kommen z.B. die Frage nach der Willensfreiheit, der Sünde, der Werkgerechtigkeit und dem Gottesverständnis. Leitend ist die These, dass die islamische Theologie als Reaktion auf soziale und politische Konflikte des Frühislam entstanden ist. Abschließend sollen einige Aspekte der islamischen Sicht auf das Christentum thematisiert werden. In den Blick kommen die koranischen Voraussetzungen und einige Akzentsetzungen in der Geschichte der christlich-islamischen Beziehungen.

Die Vorlesung bildet den dritten Teil des viersemestrigen Zyklus, der als ganzer - zusammen mit den anderen Voraussetzungen, vor allem dem Tutorium - auch zum Erwerb des Zertifikats „Islam und Christlich-muslimische Begegnung" berechtigt. Studierende können jedes Semester in das viersemestrige Programm einsteigen. Die Vorlesung kann jedoch auch als einzelne belegt werden. Gasthörer sind willkommen. Die Vorlesung wird zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des islamisch-theologischen Denkens geben. Dabei wird der Entwicklungsprozess dargestellt, der von einer - auch heute noch bestehenden - komplexen Vielfalt von Denkströmungen und -schulen im Verlauf einiger Jahrhunderte hin zur Herausbildung einer bzw. mehrerer konkurrierender "Orthodoxien” geführt hat. Ferner werden die zentralen Textgattungen vorgestellt, die die theologische Auseinandersetzung geprägt haben. Anschließend werden Themen erörtert, die zentrale Momente des systematisch-theologischen Diskurses erschließen. In den Blick kommen z.B. die Frage nach der Willensfreiheit, der Sünde, der Werkgerechtigkeit und dem Gottesverständnis. Leitend ist die These, dass die islamische Theologie als Reaktion auf soziale und politische Konflikte des Frühislam entstanden ist. Abschließend sollen einige Aspekte der islamischen Sicht auf das Christentum thematisiert werden, so zum Beispiel die koranischen Voraussetzungen, ein exemplarischer kontroverstheologischer Zugang und die Form des Religionsgespräches.