Christ/inn/en sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits werden Grundzüge der Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft eine große Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Mit Themen wie Geschlechterrollen, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Die Allgemeine Moraltheologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der theologischen Ethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden Kernfragen behandelt: Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu bestimmen? Worin liegt die besondere ethische Kompetenz der Kirche? Was sind die Quellen moraltheologischer Erkenntnis? Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen sowie Schuld und Sünde bearbeitet.

Das Kolloquium ist eine Vertiefung zur zugehörigen Vorlesung und bietet die Möglichkeit, ausgewählte Grundlagentexte (v.a. Texte der Pflichtlektüre) zu diskutieren. Es besteht keine Teilnahmepflicht. Die Anmeldung der TeilnehmerInnen erfolgt beim ersten Kolloquium-Termin.

In unserer Gesellschaft messen viele Menschen der Sexualität eine große Bedeutung für ein gutes Leben bei. Dass die Kirche davon viel versteht, wird aber vielfach bezweifelt. Viele Menschen – auch Katholikinnen und Katholiken – sehen die Normen der katholischen Lehre zur Sexualmoral als falsch, lebensfeindlich oder zumindest als bedeutungslos für die Lebensführung an. Dabei ist aber unübersehbar, dass die Kirche beansprucht, im Bereich der Sexualmoral Entscheidendes zu lehren und mit den sexualethischen Normierungen Eckpfeiler eines gelungenen Umgangs mit der Sexualität zu verkünden.
Um den Menschen in Fragen der Sexualität Orientierung geben zu können, ist die kirchliche Morallehre herausgefordert, den veränderten Rahmen einer modernen Gesellschaft, die neuen Rollenbilder und die aktuellen humanwissenschaftlichen Erkenntnisse zu beachten. In der Moraltheologie gibt es daher das Anliegen, die Sexualmoral und ihre Argumentation neu zu bedenken. Das wird auch im Seminar versucht: Woher kommt die starke Gleichsetzung von „christlicher Moral“ mit den Sexualnormen? Was sind die Gründe für die fehlende Plausibilität und Glaubwürdigkeit der Sexualmoral in der modernen Gesellschaft? Gibt es Zukunftsperspektiven und Chancen, dass die Sexualmoral in Öffentlichkeit und Kirche als gelungene Orientierung wahrgenommen wird? In der Lehrveranstaltung erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Sexualethik als Teil der Beziehungsethik sowie mit exemplarischen Herausforderungen der Sexualität in der modernen Gesellschaft.

Bereits die antiken Philosophen sahen den Menschen als politisches Wesen. In der modernen Gesellschaft gilt Politik als ein notwendiges und zentrales soziales Teilsystem, somit als ein bedeutsamer Handlungsbereich des Menschen und der Gemeinschaft. In diesem Feld stellen sich gewichtige ethische Themen, die auf Reflexion drängen: der Zusammenhang von Ethik und Politik, der Aufgabe ethischer Begründungen bei der Suche nach dem Rechten und Guten angesichts der Pluralismen moderner Gesellschaften, der Umgang mit Macht und Verantwortung, die systematische Gewichtung der demokratischen Teilhabe, die Frage der politischen Bedeutung von Religion. Einen Schwerpunkt bilden Grundthemen der Friedens- und Umweltethik, die für die Konzeption der gegenwärtigen politischen Ethik fundamental sind.

Die Proseminare zur Moraltheologie und zur Christlichen Gesellschaftsethik finden zum ersten Mal als gemeinsames Proseminar zur Einführung in die Theologische Ethik statt. Am Beispiel der Umweltethik werden nicht nur die individual- und die sozialethische Perspektive und deren wechselseitige Bezogenheit verdeutlicht, sondern auch wichtige Strömungen der philosophischen Ethik (Utilitarismus, rechte-basierte Ethik, aristotelisch-thomistische Ethik, Tugendethik) vorgestellt. Schließlich geht es um spezifische Perspektiven der theologischen Ethik und deren (möglichen) Rückbezug auf biblische Texte.
Jede Seminarsitzung wird von allen TeilnehmerInnen durch die Lektüre eines Basistextes vorbereitet. Darüber hinaus übernimmt jede(r) TeilnehmerIn bei einer der Seminarsitzungen ein Referat, dessen Thema sich auch als Gegenstand der verpflichtenden Seminararbeit eignet.
Mit den Sitzungen des Proseminars (freitags) ist eine Übung (mittwochs) verbunden, die neben propädeutischen Hinweisen vor allem der Lektüre einschlägiger Texte gewidmet ist.

Christ/inn/en sehen sich in den Auftrag gestellt, als Ebenbild Gottes in dieser Welt zu handeln. Doch was heißt das konkret? Antworten auf diese Frage werden auf der Grundlage des Schlüsselkonzepts „Menschenwürde“ mit Blick auf Einzelprobleme aus zwei Bereichen der Moraltheologie erschlossen: Einerseits wird die Lebensethik in den Blick genommen. Denn medizinische Entscheidungssituationen am Beginn und Ende des Lebens führen gegenwärtig unausweichlich zur Frage: Was dürfen wir tun? Kriterien und Begründungen für ethisch gerechtfertigtes Handeln werden für Fragen der künstlichen Befruchtung, des Schwangerschaftsabbruchs und der Sterbehilfe aufgezeigt. Andererseits wird die Sexualethik behandelt. Der Sexualität wird in der gegenwärtigen Gesellschaft höchste Bedeutung für erfülltes Leben beigemessen. Von der kirchlichen Sexualmoral erwarten sich aber viele nichts Positives; die Morallehre der Kirche im Bereich der Sexualität trifft häufig auf Unverständnis und Ablehnung. Mit Themen wie Geschlechterrollen, Homosexualität und verantwortete Elternschaft werden aktuelle Fragen ausgewählt und moraltheologische Begründungswege aufgezeigt.

Die Allgemeine Moraltheologie beschäftigt sich mit den Grundlagen der theologischen Ethik. Dabei spielen die Konzepte von Freiheit und Autonomie eine zentrale Rolle. In der Vorlesung wird deren Bedeutung für die Konzeption der Moraltheologie vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden Kernfragen behandelt: Wie ist das Verhältnis von Glauben und Vernunft zu bestimmen? Worin liegt die besondere ethische Kompetenz der Kirche? Was sind die Quellen moraltheologischer Erkenntnis? Zudem werden sowohl Normtheorien als auch die Schlüsselbegriffe Gewissen sowie Schuld und Sünde bearbeitet.