Im Bereich der Pastoral und der Seelsorge der (katholischen) Kirche in besonderen Räumen außerhalb der klassischen Gemeinde sind Schulpastoral und Schulseelsorge, anders als Krankenhaus- oder Gefängnisseelsorge, ein „junges“ Betätigungsfeld kirchlichen Wirkens in der Gesellschaft. Dieses hat aber eine (Vor-) Geschichte. Biblische und historische Fundamente dieser Arbeit zu ergründen, macht sich das Seminar zur Aufgabe. Darüber hinaus möchte es die Realität von Schulpastoral und Schulseelsorge sowie ihre (dogmatische) Begründung untersuchen.
Das Seminar bewegt sich im Spannungsfeld von Schule, Kirche und Gemeinde. Inhaltlich orientiert es sich an den vier nachfolgenden Thesen, im Vorgehen an den praktisch-theologisch bewährten Schritten des Sehens, Urteilens und Handelns.
Kurzfristige Änderungen und Umstellungen der Themen sind aus organisatorischen Gründen möglich.
These I: Das Wirken von Kirche als „Unterrichtende“ bis hin zu Begriffen und Inhalten heutiger Schulpastoral und Schulseelsorge sowie zum Anforderungsprofil als „Seelsorger“ kennt eine lange Geschichte. These II: Kirchliches Handeln in der Welt geschieht auf Grund verschiedener Urkunden in Pastoral und Seelsorge. These III: Das Wirken von Kirche in der Schule kennt rechtliche und systemische Voraussetzungen und Zusammenhänge sowie Überschneidungen und Abgrenzungen zu verwandten (Hilfs-) Strukturen und (Hilfs-) Einrichtungen der Schule. These IV: Schulpastoral und Schulseelsorge haben kirchliche Vorgaben und werden in der Lebenswelt Schule konkret.
<b>Sehen:</b>
* heutige Ansätze in Schulpastoral und Schulseelsorge: Schülercafé Müller in Frankfurt (angefragt) „Evangelische“ Schulseelsorge (Peter Kristen,  http://www.rpi-ekkw-ekhn.de/home/rpi-arbeitsbereiche/religionspaedagogik-ma/)
* Fragen und Erwartungen zu Themenstellungen der Schulpastoral und Schulseelsorge
* geschichtlicher Hintergrund: Kirche und Schule – eine lange Entwicklung
* Entwicklungen der Begriffe und der Idee von Schulpastoral und Schulseelsorge und Begriffsklärung von „Pastoral“ und „Seelsorge“
<b>Urteilen I:</b>
* Urkunden kirchlichen Handelns in der Welt
* Urkunden partikularkirchlicher Gültigkeit
* Urkunden Handlungsanweisungen der Bischofskonferenz
<b>Urteilen II:</b>
* (Schul-) Rechtliche Grundlagen des Handelns der Kirchen in der Schule
* Systemische Grundlegung kirchlichen Handelns in der Schule
* Systemische Abgrenzung von Schulpastoral und Schulseelsorge zu Religionsunterricht, Gemeindearbeit, Katechese, Schulsozialarbeit, Schulpsychologische und Therapeutische Dienste
<b>Handeln:</b>
* Konkretion von Schulpastoral und Schulseelsorge
* Konkretion als Organisation, Interkonfessionalität und Interreligiosität
* Konkretion in den vier Grundvollzügen
Das Seminar ist vorzugsweise für Aufbaustudierende gedacht, steht aber auch Studierenden des Regelstudiengangs offen. Ein Leistungsnachweis ist im Bereich Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik sowie im Bereich Pastoralpsychologie und Spiritualität möglich. Sollten mehr Teilnehmende sich für das Seminar anmelden als Referatsthemen vorhanden sind, kann eine mündliche Prüfung Grundlage des Leistungsnachweises werden. Dies wird beim ersten Treffen (verpflichtende Einführung) vor den beiden Blöcken mitgeteilt.

Diese Lehrveranstaltung (Übung) zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und deren Grenzen würdigen können.
Konkret heißt das: Wir werden empirische Studien lesen und dabei Einblick finden in qualitative und quantitative Methoden empirischer Forschung und in ihre statistischen Grundlagen. Zudem machen wir uns mit Interviewtechnik und statistischen Tests vertraut. Wir versuchen praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge dem entsprechenden Inhalt angemessen sind. Dabei lernen wir die Praktische Theologie als konzeptionelle und als empirische Wissenschaft sowie die Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie kennen und verstehen.

Diese Lehrveranstaltung (Übung) zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und in ihren Grenzen würdigen können.
Wir werden empirische Studien lesen und dabei Einblick finden in qualitative und quantitative Methoden empirischer Forschung. In diesem Zusammenhang lernen wir statistische Grundbegriffe kennen. Zudem machen wir uns mit Interviewtechnik und statistischen Tests in ihren Grundzügen vertraut. Ferner versuchen wir praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge ihrer inhaltlichen Ausrichtung zugutekommen.  Dabei lernen wir die Praktische Theologie als konzeptionelle und als empirische Wissenschaft sowie die Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie verstehen.

Diese Lehrveranstaltung (Übung) zielt darauf ab, dass Studierende empirische Untersuchungen kritisch lesen und in ihren Grenzen würdigen können. Wir werden uns mit qualitativen und quantitativen Methoden empirischer Forschung, also mit Interviewtechnik und statistischen Tests, in ihren Grundzügen vertraut machen. Dabei versuchen wir praktisch-theologische Fragestellungen daraufhin zu prüfen, welche empirischen Zugänge ihrer inhaltlichen Ausrichtung zugutekommen. In diesem Zusammenhang lernen wir die Praktische Theologie als konzeptionelle und als empirische Wissenschaft sowie die Interdisziplinarität als Konstitutivum einer nachkonziliaren Praktischen Theologie verstehen.

Im katholischen Religionsunterricht an Frankfurter Grundschulen treffen Kinder mit vielfältigen Hintergründen aufeinander, eine religiöse Sozialisation ist längst nicht selbstverständlich. Viele Kinder hören nur in der Schule von Jesus Christus und entdecken im Religionsunterricht erstmals einen Ort für ihr religiöses Suchen. Pastoralreferentinnen, Pastoralreferenten und Pfarrer unterrichten im Bistum Limburg katholische Religion häufig im Elementarbereich. Dabei eröffnen sich Fragen: Was ist für die Kinder im Religionsunterricht wichtig? Was ist Ziel, was ist Inhalt meines Religionsunterrichts? Wie kann ich religiöses Lernen in der Schule gestalten und begleiten?
Das Seminar bewegt sich in einem didaktischen Zirkel zwischen Theorie und Praxis. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten Grundbegriffe und Modelle der allgemeinen Didaktik und der Religionsdidaktik sowie curriculare Konzepte. Diese Theorie findet praktische Anwendung in heutiger Schulwirklichkeit: Während des Semesters hospitieren die Studierenden im Religionsunterricht einer Frankfurter Grundschulklasse. In ‚ihrer’ Klasse halten sie eine erste eigene Unterrichtsstunde und sammeln praktische Erfahrungen in der Lehrerrolle. Die Schulpraxis wird in Zweier-Teams vorbereitet und reflektiert, jeweils in enger Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrerinnen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Katholische Religionspädagogik ermöglicht eine vertiefte Beschäftigung mit Methoden und Materialien zur Unterrichtsplanung. Neben den wöchentlichen Seminarsitzungen sind mindestens vier Vormittage an Frankfurter Schulen einzuplanen.

Kooperationsveranstaltung mit Prof. Dr. Annegret Reese-Schnitker, Lehrstuhl für Religionspädagogik, Universität Kassel

5 vorbereitende Seminarsitzungen (25.04.-09.05.-23.05.-06.06.-13.06.) - Blocktagung mit dem Besuch der Documenta in Kassel: 22. bis 24. Juni 2012 – Treffen zur Nachbereitung
Zwei Prozesse beschreiben das neuzeitliche Verhältnis von Kunst und Religion: Nachdem bis weit hin in das 16. Jh. die europäische Kunst vor allem religiöse, christliche Kunst war, hat sich die Kunst zunehmend autonom von der Religion entwickelt. Im Gegenzug ist ein „Religiöswerden“ der Kunst zu erkennen, d.h. Kunst greift selbst Momente des Religiösen auf, auch wenn sie sich gleichzeitig von ihrem Bezug zu überlieferter Religion löst. Damit kann die Auseinandersetzung mit Kunst zu einem religiösen, einem religiös besetzten Akt werden. Der Betrachter, die Betrachterin kann in dieser Kunst Gefallen, Belehrung, Inspiration, vielleicht auch Erleuchtung und Begnadung finden. Kunst der Gegenwart, wie sie auf der weltweit größten Ausstellung auf der 13. DOCUMENTA in Kassel präsentiert wird, fordert Seh- und Hörgewohnheiten heraus und stellt sie infrage; konfrontiert mitunter mit unbequemen und irritierenden Entwürfen von je eigener Schönheit.
Neben einer Einführung in die Betrachtung und Reflexion zu Kunstwerken der Gegenwart soll in diesem Seminar insbesondere der Frage nachgegangen werden, inwieweit diese ästhetische Herausforderung das ästhetische und religiöse Lernen – auch im Religionsunterricht – befruchten kann.

Spiritualität ist begrifflich und religiös im christlichen Glauben an den dreifaltigen Gott verankert. Zugleich bezeichnet Spiritualität als Trend der Gegenwart eine frei flottierende und hoch individualisierte Selbst- und Transzendenzbezogenheit. In religionspädagogischen Zusammenhängen stellen sich über die Unterscheidung der Geister hinaus grundsätzliche didaktische Fragen nach Lehr- und Lernbarkeit christlicher Spiritualität im Kontext von Gemeinde, Schule und Erwachsenenbildung, sowie hinsichtlich einer religionspädagogischen Professionalität der Lehrenden.
Eine Vorbesprechung findet im Januar 2012 statt.

Im katholischen Religionsunterricht an Frankfurter Grundschulen treffen Kinder mit vielfältigen Hintergründen aufeinander, eine religiöse Sozialisation ist längst nicht selbstverständlich. Viele Kinder hören nur in der Schule von Jesus Christus und entdecken im Religionsunterricht erstmals einen Ort für ihr religiöses Suchen. Pastoralreferentinnen, Pastoralreferenten und Pfarrer unterrichten im Bistum Limburg katholische Religion häufig im Elementarbereich. Dabei eröffnen sich Fragen: Was ist für die Kinder im Religionsunterricht wichtig? Was ist Ziel, was ist Inhalt meines Religionsunterrichts? Wie kann ich religiöses Lernen in der Schule gestalten und begleiten?
Das Seminar bewegt sich in einem didaktischen Zirkel zwischen Theorie und Praxis. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten Grundbegriffe und Modelle der allgemeinen Didaktik und der Religionsdidaktik sowie curriculare Konzepte. Diese Theorie findet praktische Anwendung in heutiger Schulwirklichkeit: Während des Semesters hospitieren die Studierenden im Religionsunterricht einer Frankfurter Grundschulklasse. In ‚ihrer’ Klasse halten sie eine erste eigene Unterrichtsstunde und sammeln praktische Erfahrungen in der Lehrerrolle. Die Schulpraxis wird in Zweier-Teams vorbereitet und reflektiert, jeweils in enger Zusammenarbeit mit den begleitenden Lehrerinnen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Katholische Religionspädagogik ermöglicht eine vertiefte Beschäftigung mit Methoden und Materialien zur Unterrichtsplanung. Neben den wöchentlichen Seminarsitzungen sind mindestens vier Vormittage an Frankfurter Schulen einzuplanen.

Der Begriff des religiösen Lernens ist auf seine Bewährung in verschiedenen Kommunikationszusammenhängen hin ausgelegt. Im Kurs wollen wir den Religionsunterricht und die Katechese genauer beleuchten, nach Kriterien gelingenden religiösen Lernens in der Gesellschaft fragen und durch theoretische Tiefenbohrungen exemplarisch die Grenzen religiösen Lernens ausweisen.